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Als Vorbereitung zur Besteigung des Shisha Pangma, China, plane ich für 2002 oder 2003 die Besteigung des höchsten Gipfel außerhalb des Himalaya und Karakorumgebietes, den 6.959 m hohen Aconcagua in Argentinien. Die Expedition werden noch andere mitmachen. Am überlegen sind mein Schwager Peter und Hannes, ebenfalls ein Rettungskollege.

Aconcagua

Aconcagua 6.959 m

Die ideale Zeit zur Besteigung (oder den Versuch einer Besteigung) sind die Monate Dezember und Jänner. Die Tour hat Expeditionscharakter. Sämtliches Ausrüstungsmaterial muss hinaufgeschafft werden, meistens durch Mulis.

Aufgrund seiner exponierten Lage, der Gipfel überragt seine Nachbargipfel um 1.500 m, ist der Berg sehr berüchtigt wegen seiner spontan einsetzender Wetterstürze und der kalten Höhenstürme. Seine Höhe von fast 7.000 m tun ihr Übriges.

Geographisch liegt der Berg an der Grenze Argentiniens zu Chile, nur 150km nordöstlich von Santiago de Chile. Weshalb oft die Anreise über Chile erfolgt. Ausgangspunkt ist die Stadt Puente del Inca, einem Kurort und Thermalbad. Von hier aus geht es nun 40km lang durch das Tal Quebrada de los Horcones bis zum Basislager auf 4.230m, Plaza de Mulas. 

Lago Horcones Foto: Lago Horcones, am Eingang in das Tal

Vom Einstieg in das Tal an sieht man das Ziel vor Auge, den Aconcagua. Die Strecke wird, je höher man steigt, immer wüstenartiger. Nach ca. 2 Tagen ist man im Basislager. Für die Besteigungsdauer, An- und Rückmarsch, Akklimatisation und 2 Versuche schätzen wir ca. 14 Tage ein. Wir werden über die klassische Route "Quebrada de los Horcones" die Besteigung angehen (im Bild die linke rote Linie).

Aconcagua Karte

Nach Anpassung an die Höhe wird der Gipfelanstieg in 3 Tagesetappen durchgeführt. Zeit für einen etwaigen 2ten Versuch ist vorhanden.

Höhendiagramm Aconcagua

zur Verfügung gestellt von Oskar Palsa, D

Auszug aus "Traumberge Amerikas" von Eckehard Radehose, Rother Verlag:  Traumberge Amerikas

"... Selbstverständlich kann der Gipfel des Aconcagua nur mit einer guten Akklimatisation versucht werden. Außerdem sind günstige Witterungsbedingungen, vor allem jedoch akzeptable Windbedingungen unabdingbar. Vom Basislager (4.230 m) führt ein gut sichtbarer Steig in nordöstlicher Richtung aufwärts. Weite Schutthänge sind hier zu bewältigen. ohne besondere Eindrücke geht es fast langweilig dahin. Über steilere Passagen erreichen wir - je nach Kondition und Akklimatisationszustand - in 4 bis 6 Stunden den Lagerplatz Antartida Argentina auf etwa 5.500 m. Die Biwakhütte hier ist meist in einem verwahrlosten Zustand; sie kann allenfalls als Windschutz dienen

Bestens akklimatisierte und sehr konditionsstarke Alpinisten können durchaus von diesem Lager aus eine Gipfelbesteigung in Betracht ziehen. Die meisten Bergsteiger werden es aber sicher vorziehen, über die weite Westflanke weitere 350 Höhenmeter aufzusteigen, um Lager II Plantamura auf 5.850 m einzurichten oder alternativ bis zum üblichen Lagerplatz III Independencia (6.480 m) zu gehen und von hier aus ihre Gipfeletappe zu starten. Der Anstiegsverlauf oberhalb Lager III ist sehr dem Wind ausgesetzt und daher bei den üblichen Windgeschwindigkeiten kaum zu begehen - hier scheitern sehr viele Gipfelversuche. In südlicher Richtung geht es nun leicht ansteigend bis zum Fuß einer markanten Geröllrinne, der Canaletta. Durch diese Rinne steigen wir äußerst mühsam etwa 250 Höhenmeter hinauf bis zum Verbindungsgrat zwischen Nord- und Südgipfel. Wir wenden uns nach links (Norden) und steigen den Gratrücken bis zu einem Steilaufschwung hinauf. Über dessen Abbruch - der Schlüsselstelle des Aufstiegs - klettert man etwa 30 Meter im Schwierigkeitsgrad I und II hinauf und erreicht das Gipfelplateau und wenig später das kleine Gipfelkreuz des Aconcagua. Vom Lager II wird man bei günstigen Bedingungen und entsprechender Akklimatisation 8 Stunden Aufstiegszeit benötigen."

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