Chrispage

Click for Le Lamentin, Martinique Forecast

Map

Fotoshow

Wir buchten einem Air France Flug und hatten via Internet bereits ein Quartier in Le Diamant gebucht. Zu unserer Reisezeit, Juni/Juli, war Offseason. Entsprechend waren genügend Quartiere frei, bzw. hatten auch einige Lokale, Geschäfte geschlossen.

Um die Insel zu erkunden nahmen wir ein Leihauto für die ganze Zeit. Der Preis war recht günstig (Peugeot 105 € 22,- bei Evasion Loisirs, Le Diamant). Die Strassen sind im Topzustand, lediglich einige Zufahrtsstrassen zu den Stränden im Süden sind unbefestigt. Die rasante Fahrweise der Einheimischen ist gewöhnungsbedürftig.

Die Preise sind europäisch (man ist ja auch in Frankreich) und der Euro Zahlungsmittel (keine Gebühren bei Bankomatbehebungen!).

Bei der Sprache verstehen die Einheimischen fast nur französisch. Selbst in den tourismustypischen Bereichen wie Verleihauto, Quartiere, Restaurants, findet man selten jemand, der eine zweite Sprache beherrscht.

Auf der Insel gibt es vor allem eines anzusehen: Strände! Im Süden ist die Auswahl an wunderschönen Sandstränden groß. Der Norden wird vom Vulkan Mt. Pelee geprägt. Eine Besteigung sollte man sich nicht entgehen lassen. Recht "nett" sind die Degustationen in den Rumfabriken, das Bananenmuseum und die botanischen Gärten. Für die Hauptstadt "Fort de France" reicht ein Tagesausflug.

Le Diamant, unsere erste Station im Südwesten, hat einen langen, schmalen Sandstrand der zum Ort hin etwas breiter wird. Wellen kommen rein und man kann recht gut Boogieboarden. Überall sieht man die markante Felsinsel "Rocher du Diamant". Wir haben etwas außerhalb der Ortschaft gewohnt, im "Diamant Noir", gemütliche Appartements und ein kleiner Garten.

Le Diamant
Le Diamant

Strand
Strand von Le Diamant

In der Nähe gibt es eine kleine Kapelle, das eher an ein Kinderhaus erinnert, aber ein Spaziergang lohnt sich der Aussicht wegen.

Die Südwesthalbinsel ist bequem mit genügend Zeit zum Sightseeing und Baden in einem Tag zu schaffen. Wir besuchten die Strände "Les-Anses d'Arlet", "Grand Anse d'Arlet" und die Zwillingsstrände "Anse Noire" und "Anse Dufour". Eine Bucht in schwarz und eine Bucht in weiß, nur getrennt von einem Felsen!

Bei den meisten Stränden ist eine Ortschaft unmittelbar anschließend. Allesamt recht nett mit den typischen Karibikholzhäuschen. Für mehr als einen Besuch würde sich "Les Anses-d'Arlet" eignen.

Les Trois-Illets als die größte Stadt auf der Halbinsel bietet einen netten Hauptplatz mit dem Amtshaus und der Kirche. Auch einige nette Backsteinhäuser sind zu sehen. In der nähe befindet sich ein kleiner botanischer Park, "Parc des Floralies".

Les Trois Illets
Haus in Les Trois-Illets


Zuckerfabrik bei Les Trois Illets

Botanischer Garten
Botanischer Garten bei Les Trois Illets

Strand
Strand bei Anse D'Arlet

Grand Anse
Grand Anse

Black&White Beach
Black Beach

Etwas außerhalb der Stadt befindet sich in einer alten Zuckerfabrik ein Museum über die Geschichte der Zuckerproduktion und der Menschen die damals gelebt hatten.

Ein bequemer Tagesausflug ist die Hauptstadt "Fort de France" wert. Ein Autobahn führt in die Stadt, mit Morgenstau und Parkplatzsuche - wie daheim!

altes Rathaus
Altes Rathaus


Schoelcher Museum

Wir begannen unseren kleinen Rundgang vom "Place de la Savane" bei der "Schoelcher Bibliothek". Die Bibliothek, ein auffälliges Gebäude stand ursprünglich als Pavillon der karibischen Kolonien bei der Weltausstellung 1889 in Paris. Im Park ist u.a. eine enthauptete Statue der Kaiserin Josephine (Unabhängigkeitskämpfer schlugen vor einigen Jahren den Kopf ab). Vorbei an der Präfektur ging es zum "Hotel de Ville". Im Hintergrund steht, der Kontrast könnte nicht schlimmer sein, das neue Verwaltungsgebäude. Vorbei beim Markt gelangten wir zur Kathedrale. Der 60m hohe Turm wurde, um ihn Erdbebensicher zu machen, mit einem 45m (!) tiefen Sockel gesichert. Nun zurück zum Ausgangspunkt, dem Park. Was hier so im Eiltempo beschrieben wurde genießt man natürlich etwas mehr. Etliche alte Häuserzeilen sind noch zu bewundern, leider immer wieder flankiert von neuen Gebäuden. Hier gönnt man sich im klimatisierten "Wiener Cafe" eine entsprechende Stärkung oder, man nimmt einen Sandwich mit Schinken und Getränke, setzt sich in die Wiese im Park und genießt noch den Blick über den Park.

Die schönsten und größte Anzahl an Stränden befinden sich im Südosten der Insel. Wir wohnten in Ste-Anne und besuchten von dort die Strände. Zum Teil sind die Strände recht abenteuerlich zu erreichen, aber alle mit dem Auto.

Ste-Anne selbst ist ein nettes Städtchen mit einigen Restaurants und Geschäften. Die Kirche liegt schön am Hauptplatz und der Friedhof liegt malerisch über dem Meer.

Direkt bei Ste-Anne ist ein langer, breiter Sandstrand. Hier ist viel los und ich kann mir gut vorstellen, dass es in der Hauptsaison mit den vielen Camper recht eng wird.

Ein wunderschöner Strand ist die Grande Anse des Salines. Langer weißer Sandstrand mit ein bisschen Lokalinfrastruktur.


Grand Terre

Etwas einsamer ist die der nächste Strand, Grande Terre. Hier kommen mehr Wellen rein.

Anse Trabaud ist ein herrliches Wellenreitergebiet. Soviel Spaß wie hier hatte ich kaum wo mit meinem Boogieboard. Die Strasse dorthin ist ein Privatstrasse. Die Mautgebühr betrug €2,50.

Anse Michel ist mit seinen Palmenhain ein Traumstrand. Hier gibt es die Möglichkeit Windsurfer und Kajaks auszuborgen. Um den Wind braucht man sich hier keine Sorgen machen. Hier bläst es recht gewaltig bei flachen Wellen.

Pte Macrè ist die Anfahrt schon recht schön. Durch Bananenplantagen geht es auf einer Schotterstrasse zum Strand. Einsam ist man dann auf diesem langen Sandstrand.

Bei Le Vauclin ist ein netter kleiner Strand mit einigen Lokalen. Das schöne ist hier die Sandbank die ca. 200m in das Meer hineinragt. Hier geht man Kniehoch weit in das Meer hinein und kann die Kitesurfer beobachten.

Westlich von Ste-Anne sind die Strände der Anse Corps de Garde. Viele kleinere und auch größere Strandabschnitte die recht belebt sind.

Es gibt noch einige andere Strände die wir nicht besuchten. Generell ist zu sagen, dass Offseason war und unter der Woche nicht viel los war. Am Wochenende bevölkern die Franzosen alle Strände im Süden. Da wird gegrillt, gefeiert und die Strände, vor allem jene, die mit motorisiert gut erreichbar sind, sind voll. Am Abend gibt es dann den Rückstau Richtung Stadt.

RumflaschenÜberall auf dieser Insel gibt es Rumdestillerien, die zu einer Verkostung einladen. Dabei kann man sich ansehen, wie Rum hergestellt wurde und wird. Auf allen Anwesen gibt es einen netten Park durch den man flanieren kann und die Blüten der tropischen Blumen betrachtet. Wir waren im Rhummuseum bei St-Marie (gut zu kombinieren mit dem Bananenmuseum) das noch immer produziert. In der Habitation Clement bei Le Francois ist ein grosser Park angeschlossen. Rum wird hier keiner mehr produziert, dafür kann man sich in der stillgelegten Fabrik und Lagerräumen frei umsehen.

Ein grosses Erlebnis war sicher die Besteigung des Mt. Pelee, dem 1.397m hohen aktiven Vulikan im 'Norden der Insel. Die Wanderung, teils steil, aber im mit einer normalen Grundkondition und festen  Schuhen sollte es keine Schwierigkeit sein, hier rauf zu kommen. Nachdem der Kraterrand bestiegen ist, hat man eine wunderschöne Aussicht auf Saint Pierre und dem Meer. Nun geht man ein Stück den Krater entlang. Man darf sich nicht vorstellen, dass hier glühendes Gestein zu sehen ist. Nach der letzten Eruption 1929 ist der Krater wieder verschlossen und es hat sich ein neuerlicher Kegel gebildet, den 'Chinois', der 1.397m hoch ist. Auf dem Weg dorthin muss zuerst in den Krater steil bergab gestiegen werden, um danach den kleinere Kegel von 1903 mit 1.362m zu bezwingen war. Auf diesem Gipfel war es schon recht windig und Gerlinde war ja immerhin im Fünften Monat Schwanger, deshalb feierten wir hier den Gipfelsieg und machten kehrt.

Aussicht vom Kraterrand
Gerlinde vor der Caldera

Nach der Vulkantour besuchten wir das ehemalige Paris der Antillen - Saint Pierre. Die Stadt, eine blühende aufstrebende Karibikstadt des 19. Jahrhundert, wurde am 8. Mai 1902 binnen Sekunden durch eine Feuersturm des Mt. Pelee vernichtet. Nur wenige konnten überleben. Die berühmteste Gestalt war wohl der Häftling, der zu diesem Zeitpunkt in einer Zelle eingespart war. Mit schweren Verbrennungen war er dem Feuersturm entkommen. Noch Heute kann man die Mauerreste der einstigen Stadt betrachten. Besonders hervorzuheben sind die Treppenaufstieg zur ehemaligen Oper und eben dem Gefängnis.

in Runinenfeld

Treppe zur Oper

Diamant

Kurzinfos, Bericht von Mathias, Carribean.Net, Martinique.Org

[Travel]

    [Afrika]    [Amerika]    [Asien]    [Australien]    [Europa]    [Airlines]    [Reisemedizin]    [Sicherheit]