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St. Petersburg

vor dem Winterpalast

Wetter in St. Petersburg

Einreise

Wir sind mit der AUA, einer Fokker 70, nach St. Petersburg geflogen. Zuvor hatten wir noch einige Hürden für die Einreise (Visum) zu erledigen. Wir hatten über eine Freundin, die Kontakte nach St. Petersburg hatte ein günstiges Hotelzimmer uns reservieren lassen. Beim Konsulat gab es die entsprechenden Visumanträge, daraus ersichtlich war, dass wir eine Zimmerbestätigung in ziryllischer Schrift benötigen. Nach etlichen Telefonaten und Faxe bekamen wir auch diese. Nach einer fast 2stündiger Wartezeit konnte ich endlich beim Visa-Schalter die Anträge mit Fotos, Versicherungsnachweis (wird nur von bestimmten Anstalten, z.B. Europäische Versicherungsanstalt, anerkannt. Versicherungen im Rahmen der üblichen Kreditkartenpackages werden nicht anerkannt.), etc. abgeben. Leider kam ein "Njet". Was uns fehlte, war auf dem Reservierungsschreiben eine Registrierungsnummer des Hotels, die aber die meisten nicht kennen. Alternativ dazu könnte auch eine Einladung dies ersetzen (wer kennt denn schon Freunde in Russland?). Wir gingen dann zu einem Reisespezialisten für Russland, über den wir nun das Hotel buchten und alle notwendigen Bestätigungen für das Visum. Bei der Einreise wird einem eingetrichtert das Deklarationsformular in 2facher Ausfertigung, jeweils für die Ein- und die Ausreise, genau auszufüllen. Bei der Passkontrolle ging alles unerwartet schnell und freundlich, und beim Zoll, wo ja dieses Formular angeblich benötigt wird, kümmerte sich auch niemand um uns - so einfach war letztendlich die Einreise. Auch bei der Ausreise ging alles glatt, die ganzen Formulare wurden nicht benötigt - nach den Erlebnis am Konsulat durfte man dies nicht erwarten!

russ. Konsularabteilung: A-1030 Wien, Reisnerstraße 45, Tel. 01/712 32 33

AußenministeriumMetro Station

Unterwegs

Vom Flughafen nahmen wir, nachdem der Preis von ursprünglich Rb 2.200,- auf Rb 1.000,- (rd. €33,-) runtergehandelt wurde, ein Taxi zum Hotel. Innerhalb St. Petersburg gingen wir das meiste zu Fuss, nahmen aber manchmal die Metro, die ja sehr Pompös sind. Sie werden nicht umsonst als "Paläste des Volk" genannt. Kurze Intervalle rund um die Uhr und man kommt zu allen wichtigen Zentren der Stadt. Zum Flughafen retour fuhren wir mit dem Bus, der lediglich Rb. 30,- kostete und es ging alles Problemlos.
Innenansicht der pompösen Metrostationen:

Lamoe

Leninwappen

Säule

Lampe Leninansprache Säule

Preise

Dort, wo der einfache Russe hinkommt, Lebensmittelgeschäfte u.ä., ist es natürlich sehr günstig, Essengehen kann günstig sein, wenn man in jene Lokale geht, die keine "Touristenlokale" sind. Shopping kann man getrost vergessen, ist im Regelfall alles um ca. 10% teurer als daheim. Ein Tipp, meistens muss für eine Fotogenehmigung extra bezahlt werden, allerdings wird dies, wenn man die Kamera einschmuggelt kaum kontrolliert, sodass man sich dies getrost ersparen kann. Außer natürlich dort, wo ein generelles Verbot herrscht, in aktiven Kirchen. Aber das sollte sowieso selbstverständlich sein.

Bei Eintrittspreise würde es sich auszahlen russisch zu sprechen. Touristen zahlen 20mal so viel wie Einheimische. Im Regelfall betragen die Preise um die € 13,-, die Fähre zum Peterhof ca. €20,- (hin/retour). Bei den Theaterkarten zahlt es sich nicht aus, auf der Strasse günstige zu erstehen, beim Billeteur ist Endstation und man muss nachzahlen.

Essen

Das Essen ist meist üppig, außer die traditionelle Küche. Uns haben die "besseren" Lokale weniger behagt, da diese eher im "frühkommunistischen" Stil eingerichtet wurden, wenig behaglich, teuer und mir auch nicht sonderlich geschmeckt hatte.

Da bin ich eher ein Freund der einfachen Küche gewesen. Mein Favorit waren die Krautsuppe, Blini und Belmeni. Das sind ähnlich den italienischen Tortelini. 

Und was absolut nicht fehlen darf ist natürlich der Wodka. Auf den Tischen der Russen steht dieser gleich in Flaschen. Weine ist eher zu vergessen, da diese sehr süß sind und recht teuer.

Generell sieht man viele Leute auch auf der Strasse mit Alkoholika, ohne dass man den Eindruck hat, dass diese volltrunken wären. Das ist eher ein Bild an das man sich gewöhnen muss.

Die weissen Nächte

Bedingt durch die nördliche Lage der Stadt geht die Sonne sehr spät unter und das Dämmerlicht ist noch lange sichtbar. Als wir hier waren, im Juni, ging die Sonne um 22:30 Uhr unter, und selbst zu unserer spätester Heimkehr zum Hotel, 1 Uhr, war es noch immer hell.

Dies hat natürlich für den Touristen einige Vorteile, weil ja die Sehenswürdigkeiten viel länger zu sehen sind (die Öffnungszeiten bleiben aber gleich), und auch nach dem Abendessen kann noch etwas unternommen werden.
Mussorgsky Theater

Mussorgsky Theater

Theater/Ballett

Was kann man sich ansehen in Russland, wenn man kein russisch Spricht - Natürlich ein Ballett!

Wir besuchten im Mussorgsky Theater die Tschaikowski Aufführung "The Beauty". Für uns Beide war es eine Premiere, die wir nicht bereuten - es war wunderschön anzusehen.

 

Theater

Sehenswürdigkeiten

St. Petersburg hat uns sehr gut gefallen. Wie meistens, ist die Zeit, wir waren 5 Tage dort, viel zu kurz (wie meistens, wenn Urlaub angesagt ist). Einerseits weil es soviel zu bestaunen gibt, und andererseits weil die Stadt auch recht groß ist.

Wir beschränkten uns auf die City mit den Kanälen, dem Winterpalast mit der Eremitage, Peter-Paul Festung, Peterhof und Zarskoje Selo (Katharinenpalast).

 

Auf den zahlreichen Fußwegen zwischen den Kanälen kamen wir bei etlichenSehenswürdigkeiten vorbei. Herausragend waren die Auferstehungskirche mit den typischen bunten Türmchen, malerisch am Kanal gelegen. Nunmehr ein Museum mit zahlreichen Mosaiken.

Auferstehungskirche

Auferstehungskirche

Flanieren auf dem breiten Newski Prospekt gehört einfach dazu. Hier gibt es auch zahlreiche Cafes und Restaurants.

Die Admiralität, die Bootsfahrt durch die Kanäle waren ebenfalls sehr schön und beeindruckend.Isaaks Kathedrale

 

Weiter Erwähnenswert ist die Isaaks-Kathedrale, wo nunmehr wieder Gottesdienste abgehalten werden. Mit 102 m Höhe zählt sie auch zu den größten Kuppelbauwerken. Von der Kuppel hat man einen wunderschönen Ausblick auf St. Petersburg. Übrigens die einzig Aussichtsmöglichkeit in dieser Stadt.

Isaaks Kathedrale

Winterpalast, Eremitage

Baulich sind diese 2 Sehenswürdigkeiten zwar getrennt, allerdings ist dies, einmal drinnen, nicht mehr zu unterscheiden, wo man sich befindet.

Der Winterpalast, mit seiner grünen Fassade mit den zahlreichen Säulen unverkennbar an der Newa gelegen, ist beeindruckend (dies werde ich auch bei den anderen Schlösser schreiben, weil es einfach wahr ist). Lange Gänge, wunderschöne Aufgänge, Thron-Saal, Ballsaal, ... . Einfach überwältigend.

In der Eremitage sind viele Kunstwerke ausgestellt und sie gilt als einer der größten der Welt. Man könnte  spielend mehrer Tage sich hier aufhalten und die Kunstwerke hier betrachten. Die Sammlungen erstrecken sich über prähistorische Kultur, römische, griechische bis zu den Künstler des 20. Jhdt.. Schaustücke der bedeutendsten Maler werden hier ausgestellt, Rubens, van Dyck, Michelangelo, um nur einige zu nennen.

Besonders erwähnenswert ist der Hängende Garten in der kleinen Eremitage, in der Mitte des Gebäudekomplexes.

Ursprünglich war die Eremitage (solche Gebäude befinden sich auch bei den anderen Schlösser), franz. = Einsiedelei, als Speisesaal für eine kleine Anzahl von Gästen im Obergeschoss. Dieser war nicht durch Treppen zu erreichen, der fertiggedeckte Tisch konnte durch eine besondere Vorrichtung in die Höhe gehoben werden. Somit war die hohe Gesellschaft unter sich.

Peter-Paul FestungPeter-Paul Festung

Auf einer kleinen Insel der Newa entstand die ersten Festungsanlagen, die Peter-Paul Festung. Den ursprünglichen Zweck musste die Festung nie gerecht werden, aber später als Gefängnis für prominente politische Gefangene verwendet.

Von weit sichtbar ist die Spitze der Peter-Paul Kathedrale, lange zeit dem höchsten Bauwerk St. Petersburg. Auch heute ist nur der Fernsehturm höher als der Glockenturm der Kathedrale, wie es auf Geheiß v. Peter d. Großen befohlen war.

In der Festung sieht man die restaurierten Gebäude und auch ein Bronzedenkmal v. Peter d. Großen, de etwas eigenwillig aussieht.

Durch das Newator kommt man auch zu einem Sandstrand. Naja, baden würde ich nicht hierher gehen, aber für ein Sonnenbad ist es recht nett.

Peterhof

Ein absolutes Muss! Ein Schloss in Gelb/Weiß mit vielen vielen Wasserspielen. Wir reisten mit dem Schnellboot an. Vom Kai geht man den Kanal zwischen einer Allee zum Schloss. Und je näher man kommt, umso beeindruckender ist dieses Schloss. Wasserfontänen schießen überall heraus, golden Figuren, Kaskaden - einfach überwältigend! Im Inneren des Schlosses sieht man das Kronzimmer, Thronsaal, Speisezimmer und vieles mehr.

Peterhof in all seiner Pracht

Kaskaden vor dem Peterhof

Der Park lädt zum schlendern ein, viele verspielte Brunnen sind im Park verteilt. Der Pyramidenbrunnen, Sonnenfontäne, die Adam und Evabrunnen, die Schachbrettkaskaden und natürlich die Kaskade am Goldenen Berg. Vor allem in Richtung der Eremitage, vom goldenen Berg aus, hat man einen sehr netten Ausblick.

im Park

Das Lieblingsschlösschen Peters d. Gr., das Monplaisir, ist sehr nett direkt am Wasser gelegen.

Zarske Selo/KatharinenpalastKatharinenpalast

Etwas außerhalb gelegen, aber auch zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, zählt der Katharinenpalast mit seinem Park. Blaue Fassade mit weißen Säulen prägen das Gebäude und machen es dadurch sehr beeindruckend.

Katharinenpalast

Katharinenpalast

Innen sieht man wieder wie die Herrscher gelebt haben, auch das Bernsteinzimmer ist nun wieder vollständig.

Bernsteinzimmer Leuchte Kamin
Bernsteinzimmer Leuchte Kamin

Der Park ist in 2 wesentlichen Teilen geteilt. Einen wie man sich es eben vorstellt, im französischen Stil, und einen, wie es Katharina d. Gr. es liebte, naturbelassen mit einem großen Teich. 

Park    Park

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das sehr geschichtsträchtige Schulschiff "Aurora". Von diesem Schiff wurde mittels einem Kanonenschuß das Signal gegeben, die damalige Regierung zu stürzen und Lenin ergriff die Macht.

Die Aurora

Ein sehr nettes Plätzchen ist das Kloster Alexander Newskij mit seinen 3 Friedhöfen. Hier sind viele berühmte Persönlichkeiten begraben. Im Tichiwiner Friedhof sind unter anderem Rubinstein, Tschaikowski, und Dostojewski bestattet.

 

Grab v. Rimskij-Korssakow

orthodoxe Gräber am Nikolaus-Friedhof

Wer Souvenirs sucht, ist an den Märkten richtig dran. Natürlich darf die "Mamutschka" nicht fehlen, aber auch viele Kunstwerke werden angeboten. Die vielen Sowjetorden, Kappen und dgl. sind wahrscheinlich neuerem Datums.

  Bild BildSt. Petersburg auf einen Blick    St. Petersburg

 

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