Chrispage

Laufveranstaltung Zeit Rang Starterfeld
Wachau Marathon 2002 2:57:10 99 1,706
Wien Marathon 2002 3:00:45 526 10.600
Wien Marathon 2001 3:24:51 1.676 11.105
Wien Marathon 1999 3:51:19 2.319 8.000

Nach dem Frühjahrslauf 1998 packte mich der Ehrgeiz. Und außerdem wollte ich ein Vorhaben, das ich vor 16 Jahre hatte, wieder in Angriff nehmen - 1999 den Wien Marathon laufen!

Streckenplan 1999

StreckenführungBild

Nun war es soweit, 4 Monate Vorbereitung sind vorbei. Der Start erfolgte beim Schloss Schönbrunn und es hatte bereits brutale 25 Grad! Nach dem Startschuss ging es das Wiental Stadtauswärts bis ca. nach 4,5 km ein Wende war, und man lief auf der Gegenüberliegenden Seite wieder zurück. Die U-Bahn begrüßten uns mit den Sirenen, viele Leute mit Ratschen, Trommeln u.s.w. feuerten uns an. Nach dem Schloss geht es zur Mariahilfer Strasse, vorbei am technischen Museum Richtung Ring. Ab dem Gürtel ist die Strecke leicht abschüssig. Beim Ring geht es beim Parlament vorbei zum Rathaus.

 
bei 25 km

Bei Kilometer 25 war ich noch gut drauf

Hier trennen sich die Marathonis von den Frühlingsläufer, die hier nach 14,2 km ihr Ziel haben. Der Marathon geht weiter durch den 9ten Bezirk bis zum Franz Joosefs Bahnhof. Durch die Häuser haben wir noch Schatten, der ausgenutzt wird. Ein prominenter Einpeitscher steht am Weg - der damalige Innenminister Kaspar Einem. Nach dem Bahnhof geht es den Donaukanal Richtung Urania. Am Schwedenplatz spürt man das erste mal die Kraft der Sonne - kein Schatten und es ist bereits 10:30 Uhr. Nach der Urania wechselt man die Uferseite. Kurz danach ist die Halbmarathondistanz. Bis zur Stadionbrücke ist es halbwegs schattig. Danach geht es zur Prater Hauptallee. Der Laufmeile Wiens. Hier hat man wieder ausgiebig Schatten. Bei der Labstation KM 25 warten Gerlinde, Margit (meine Schwester) und Peter (Schwager). Hier bin ich noch guter Dinge.

Danach geht es, durch einen schmalen Spalier von Leuten durch den Prater. Tut gut einmal angefeuert zu werden - da fühlt man sich einmal wie ein "Star". Danach kommt der unattraktivste Teil der Strecke - das Messegelände. einer mauer entlang und nun kein Schatten mehr. Bei KM 30 kommt man wieder zur Hauptallee die man nun bis zum Lusthaus läuft. Danach wieder retour bis zur Stadionbrücke. Auf diesem Streckenteil gibt es genügend Schatten und die viel Leute die anfeuern. Ab hier fallen mir auch die verstärkten Aktivitäten meiner Rettungskollegen auf.

Dann geht es quer durch den 3ten Bezirk zum Ring. Eine kleine Steigung wird nun schon fast ein Problem. Krämpfe sind nun schon die Dauerwegbegleiter. Aber es ist leichter auszuhalten zu Laufen als stehen zu bleiben. 

Zielbereich

im Zielbereich

Ab dem Ring sind wieder viele Leute die anfeuern. Nun kann man dies wirklich gebrauchen! Die letzten Kräfte werden mobilisiert. Ab der Oper ist nur mehr ein Spalier durch das man läuft. Ich spare mir etwas Kraft für einen Zielsprint. Endlich die letzte Kurve. Peter ist direkt an der Kreuzung. Auch Gerlinde erspähe ich. Nun geht es mit meinem Zielsprint los. Ich hau mich rein wie noch nie und erreich nach knappen 4 Stunden überglücklich das Ziel!

Ich bin total fertig, trinken, trinken, trinken ... . Nach ca. 30 Minuten bin ich überhaupt wieder soweit, dass ich reden will. Mittlerweile hat es 30 Grad! Ich genieße noch den ganzen Tag und auch die Folgetage, wo ich Freunden immer wieder über mein Marathonerlebnis berichte.

 

Fertig ...

ein Bild sagt mehr als ...

Der Hitze sind 800 LäuferInnen zum Opfer gefallen.

Presseberichte (Achtung! lange Downloadzeit)


Nach ca. 1.200 Trainingskilometern und über 100 Laufstunden startete ich 2001 nun zum zweiten mal beim Wien-Marathon. Die Streckenführung war diesmal anders. Ich fand diese Streckenführung etwas schöner, es gab auch kaum Stellen, wo es keine Zuschauer gab. Es ist doch wesentlich angenehmer bei anfeuernden Massen vorbeizulaufen als vor leeren Mauern. 

Vienna City Marathon Map

bei KM 42

auch bei KM 42 noch ein lächeln

Um Punkt 9 Uhr erklang das Kanonenfeuer - das Signal für den Start! Es dauerte nochmals ca. 2 Minuten bis ich die Startlinie passieren konnte. Die Temperatur war zu diesem Zeitpunkt noch angenehm, aber im Laufe des Rennens sollte sie noch auf 25 Grad klettern. Da die 16 KM-Läufer ebenfalls mit den Marathonis zugleich starteten, war auf der Laufstrecke viel los. Erst ab dem Ring, nach ca. 4km, lockerte das Feld etwas auf.

Vorbei an den vielen Jahrhundertbauten entlang dem Wienfluß führte die Strecke bis zum Schloß Schönbrunn, dem Start der vergangenen Marathons. Nun ging es wieder die alte Strecke entlang die Mariahilfer Strasse bis zum Ring, vorbei beim Parlament und Rathaus. Hier war auch das Ziel der 16 KM-Läufer und der Marathonläufer - aber erst nach weiteren 26 KM! Nun ging die Streckenführung wieder neue Wege, quer durch den 9. Bezirk bis nach Spittelau, dann den Donaukanal am linkem Ufer Richtung Prater (der Laufmeile Wiens). Ab hier war wieder bis auf eine kleine Änderung die alte Streckenführung. Im Prater ist traditionell immer am meisten los. Die Läufer müssen die Allee in beiden Richtungen laufen, mit einem kurzem Abstecher durch den "Wurstelprater".

Ab hier gab es auch die ersten Ausfälle die ich beobachtete. Ein kleiner Krampf kündigte sich zwar bei mir an, aber bei der nächsten Labstelle hatte ich mir ein Getränk mit einer Traubenzuckerlösung vorbereitet. Und weiter ging es durch den 3. Bezirk zur Ringstrasse. Ab hier war ich mir sicher, dass ich es problemlos schaffen werde. Am Ring gab es noch die letzte Labung, und mit "frischer" Energie ging es an die letzten 2 Kilometer. Vor dem Parlament sah ich nochmals Gerlinde und Peter, meinen Schwager. Ein kurzer Blick auf meine Uhr ließ mich noch zum Schlusssprint starten, denn die 3:25 Std. wollte ich auf jedenfall noch packen! Auf der Zielgerade wurde dieser letzte Einsatz von den Zuschauern noch mit Beifall belohnt. Ich durchlief die Ziellinie nach 3:24:51 Std..

Siegertrio
Hier die ersten 3 des Marathon im Prater:
Sieger: Stnr. 7 Novo Luis, POR, Zeit 2:10:28
2ter: Stnr. 4 Limo Abraham, Ken, Zeit 2:11:48
3ter: Stnr. 12 Degefu Fikadu; Eth, Zeit 2:12:50

 Ich lief nach meiner Pulsfrequenz, und dies konstant vom Start bis in das Ziel bei rd. 168. Anfangs lief ich auch in meiner Zielzeit zw. 4:30 und 4:40 Min/km. Aber in der Sonne wurde ich langsamer. Ich hatte mir 2 Ziele bei diesem Lauf gesetzt: auf jedenfall unter 3:30 Std. zu bleiben (das mir auch gelang) und bei guten Bedingungen eine Zeit um die 3:15 Std, das ich leider nicht erreichte. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Noch ein Wort zum Kalorienverbrauch: ich verbrauchte beim Marathon 2.265 Kcal.

Verpflegungsstelle Becherlawine

Verpflegungsstelle bei Km 30 im Prater

Aufgrund der besseren Vorbereitung bzw. auch der längeren Erfahrung erging es mir heuer wesentlich besser. Ich musste kein einziges mal stehen bleiben oder Gehpausen einlegen. Ich durchlief die komplette Strecke ohne nennenswerte Probleme. Und heuer hatte ich auch tatsächlich noch Kraft für einen echten Schlusssprint, der auch als solcher erkennbar war.

Einige Impressionen vom Zielbereich:

Videowall Tribühnen
Ziel ausgelaugt

Nach dem Lauf hatte ich natürlich in den Waden leichte Krämpfe, die aber bald nachließen, Muskelkater ist nur ein leichter in den Oberschenkeln übriggeblieben - am Dienstag konnte ich bereits wieder ohne Probleme einen Lockerungslauf machen.

im Ziel

im Ziel

alle Photos von Gerlinde und Peter J.


Ursprünglich wollten meine Lauffreunde und ich im April 2002 am Hamburg-Marathon teilnehmen. Allerdings machte uns der Laufboom einen Strich durch die Rechnung, denn bereits im Jänner war keine Nennung mehr möglich. So fiel für mich, weil es halt einfacher zu organisieren ist, auch für 2002 die Wahl auf den Vienna City Marathon.

Am Jahresbeginn nahm ich mir vor, eine Zeit um die 3:10 Std. zu laufen. Aber durch die Leistungen im Vorfeld auf der Halbmarathondistanzen im März und April, rechnete ich mir Chancen auf eine bessere Zeit aus. Ich strebte nun eine Zeit unter 3 Stunden an.

Foto APA Pressedienst

Reichsbrücke - gleich nach dem Start

Der Renntag selbst war Ideal, keine Sonne, kühle 12 Grad am Start, lediglich der Wind hätte etwas weniger sein können. Die Streckenführung war ident mit jener im Vorjahr. Diesmal ging ich es vorsichtiger an, versuchte auf den ersten 11 km nicht zu schnell zu laufen. Allerdings hatte ich mit den geänderten KM-Angaben Probleme. Diesmal zählte man hinunter und das auch nicht ganz logisch. Es führte bei einigen Läufern zu Irritationen, vor allem, wenn man auf Zeit läuft, ist es ärgerlich. Zusätzlich war heuer auch die Organisation mit den Eigengetränken miserabel. Von den ersten 4 Versorgungsstellen fand ich 3mal mein Getränk gar nicht, und bei den restl. Versorgungsstellen musste ich immer lange suchen, Zeit die mir am Schluss abging.

Vienna City Marathon Map

So richtig in den Laufrhythmus kam ich erst nach 16km. Bis dahin waren zu viele langsamere Läufer vor mir (leider starten schwächere Läufer immer wieder aus den ersten Reihen und behindern dadurch schnellere Läufer) und auch durch die KM-Anzeigen wusste ich nie richtig um meine Zeit Bescheid. Erst ab dem Halbmarathon, den ich mit 1:31 durchlief, wusste ich, dass ich gegenüber meinem Laufplan hinten nach war. Von nun an legte ich ein höheres Tempo an. Ab dem KM 25, wo die Läufer in den Prater einliefen, begann auch für mich es sichtbar zu werden, dass ich gegenüber den anderen Läufer immer schneller wurde. Läufer um Läufer, die nun eingingen, konnte ich mühelos überholen, nun waren auch die Trinkflaschen, unter aktiver Teilnahme der Zuschauer, die hier sehr hilfreich waren, schneller zu finden, sodass hier weniger Zeit verloren ging.

im Prater

im Wurstelprater mit dem typischem Gruß

Meine nicht am Marathon teilnehmenden Laufkollegen dachten zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, dass ich an die 3 Stunden herankommen würde. Aber durch das ständige überholen mit Selbstvertrauen gestärkt, wurde es immer schneller. Bei KM 7 (lt. Anzeige) rechnete ich mir wieder Chancen aus, mit einem Polster in das Ziel zu kommen. So sparte ich dann für den anstrengenden Anstieg durch den 3. Bezirk etwas Kraft. Auch dieser wurde, mit erhöhter Frequenz, gut überstanden und schon bog ich in die Ringstrasse ein. Plötzlich hatte ich erste Krämpfe - Augen zu und durch. Das Publikum ist in so einer Situation recht hilfreich und feuern einen richtig an!

Klubkollegen

Gregor Herbert Willi
Gregor 2:53 Herbert 2:58 Willi 3:05

Als ich das KM-Schild 1 erwartete stand Plötzlich KM 1.195 drauf -Scheiße mit dieser Runterzählerei - ich bin ständig von einer andere Rechnung aus gegangen und hatte nicht gewusst, dass das runterzählen nicht zum Ziel, sondern zum 42.KM galt. Ich ließ aber nicht locker, zumindest die 3:00 wollte ich schaffen, wenn es schon nicht darunter sein kann. Dies erreichte ich auch mit 3:00:45!

im Ziel

vor dem Parlament - verbissen um jeden Meter und Sekunde gekämpft

So sehen glückliche Marathonfinisher aus -man merkt es nur nicht!

Man könnte jetzt jammern wegen der vergaukelten Sekunden um unter die magische Grenze 3 Stunden zu gelangen. Aber ich bin zufrieden, denn ich weiß dass es drinnen wäre, wenn die Organisation etwas besser gewesen wäre. Und mein nächstes Läuferziel, das ist wohl klar, steht schon fest ... .


LogoNachdem ich im Mai ja die 3 Stundenmarke knapp verpasste, bereitete ich mich Heuer nochmals auf einen Marathon vor, um eben diese Marathontraummarke zu unterbieten. Es war der Wachaumarathon am 15. September 2002. Im Zuge dieses Marathons wurde auch die österreichische Staatsmeisterschaft und die niederösterreichische Landesmeisterschaft ausgetragen, wo ich jeweils gemeldet war.

Knapp vor dem Start hatte es noch recht stark geregnet, aber beim Start, und auch während des Rennens, blieb die Luft trocken, lediglich ein drehender Wind war manchmal störend. Im großem und ganzem konnte man aber von gutem Marathonwetter sprechen.

Streckenplanin Stein

Nach dem Start brauchte ich 2 km bis ich ich mich auf mein Lauftempo einpendelte. Nun ging es zügig im Tempo, 4:09 Min/km, bis KM 10 weiter. Bis hierher wurde ich noch von etlichen Läufern überholt, danach pendelte es sich ein. Die Labestationen waren perfekt eingerichtet, meine Eigengetränke sind sofort aufzufinden gewesen, einfach eine Lust zu laufen. Auf den nächsten Kilometer bis zur Halbmarthonmarkierung steigerte ich das Tempo und lief nun im Schnitt 4:04 den KM. Jetzt holte ich bereits etliche Läufer ein, die am Anfang ein zu hohes Tempo liefen. Mit einer Durchgangszeit von 1:26:43 (Rang 126) hatte ich bereits den erwünschten Polster für die zweite Hälfte. Da jetzt immer öfters die Sonne schien, nahm ich etwas Tempo heraus und lief bis KM 36 einen Schnitt von 4:15 Min/km. Bereits ab KM 30 konnte ich weitere Läufer überholen. Bei KM 35 war Herbert, ein Laufkollege, mit dem Rad da und begleitete mich auf den letzten Kilometern. Es war sehr angenehm, da er die Verpflegung übernahm und auch immer das Tempo und Hochrechnungen mitteilte - Danke Herbert!.

die letzten 500 Meter im Ziel
kurz vor dem Ziel abgekämpft - aber unter 3 Stunden!

Aus etlichen Erzählungen hatte ich vor der Schleife in Krems großen Respekt. Auf den Damm hinauf, die Donau entlang und zurück zur Altstadt und hier über den Kopfstein zum Ziel war mir immer als extrem schwer beschrieben worden. Aber das war im Prinzip unbegründet. Klar, ich lief hier nur 4:23 den Kilometer, aber da hatte ich bereits die ersten Krämpfe, und mit etwas geringerem Tempo ging es, und das Ziel unter 3 Stunden wollte ich wegen ein paar Sekunden nicht gefährden.

2:57:10

Stadion - Zieleinlauf

Am Steiner Tor stand Gerlinde und jubelte mir zu. Nun ging es nur mehr 3 km bis zum Ziel. Auf den letzten Meter, das Ziel war im Fußballstadion und viele Leute jubelten den Finisher zu, gab ich nochmals die letzten Reserven und mit 2:57:10 überquerte ich die Ziellinie - endlich die magische Grenze geschafft!

Folgende Platzierungen konnte ich ereichen:
Wertung Rang
Wachaumarathon Allgemein 99
Wachaumarathon M-35 25
österreichische Staatsmeisterschaft Allgemein 55
österreichische Staatsmeisterschaft M-35 16
niederösterreichische Landesmeisterschaft Allgemein 28
niederösterreichische Landesmeisterschaft M-35 8
Bankenwertung 4
Sparkassenwertung 2

 

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